MUSICMarcus Admin

Phrygian Darkness

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Phrygian Darkness

Haben wir uns bisher mit Sounds beschäftigt, die relativ hell und offen klangen, haben wir es nun mit einem ganz anderen Klang zu tun. Die phrygische Tonleiter beginnt mit einem Halbton, die wir als „b9“ bezeichnen. Nicht zuletzt durch diesen Halbtonschritt bekommen phrygische Akkorde und Tonleitern einen sehr spezifischen Sound, der faszinierend klingt. Wenn ich solche neuen Klänge üben will, versuche ich das immer im Flow zu tun. Flow kennt ihr sicher von Aktivitäten wie dem Joggen, aber sicher auch auf der Bühne. Alles läuft wie von selbst, man muss sich nicht anstrengen und das Spielen macht einfach Spass. Untersuchungen zeigen, dass im Flow gelerntes Material tief im Gedächtnis verankert wird und man so am effektivsten lernt. Beim Kennenlernen von neuem Material wende ich verschiedene Techniken an, um im Flow zu lernen. Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich diese untersucht und so Wege gefunden, effektiv mit Spass zu lernen. Die vollständigen Anweisungen wären etwas lang für diesen Blog Post, ich habe trotzdem aber ein paar Tipps für euch. Bastelt euch ein Play-Along, das ihr endlos wiederholen lasst. Improvisiert zum Beispiel mit den Tönen von B-Phrygisch über einen phrygischen Akkord und achtet genau auf den Klang, den jeder Ton der Tonleiter in Bezug auf den Akkord auslöst. Wichtig ist auch, dass ihr dabei einen guten Kontakt zum Instrument habt. Das heisst, dass ihr mit euren Fingern der linken Hand auch bei jedem Ton spürt, mit welchem Finger ihr an welchen Ort des Griffbretts mit wieviel Druck den Ton drückt. Keine Sorge, wenn man nur seine Aufmerksamkeit auf diese Aspekte richtet, ist es ganz einfach, das alles umzusetzen. Probiert es einfach mal aus, ihr werdet sehen, dass ihr so grosse Fortschritte machen werdet. Und keine Sorge, Flow-Forschung ist wissenschaftlich vollständig belegt, man kann quasi eurem Gehirn dabei zusehen, wie es effektiver und schneller lernt. Ausprobieren!