FAQMax Frankl

"Wie übe ich im Flow | Teil 4"

FAQMax Frankl
"Wie übe ich im Flow | Teil 4"

Nachdem wir uns nun in den letzten drei Folgen vor allem mit unserem Instrument und unserem Kontakt dazu beschäftigt haben, geht es heute um das Material, das wir lernen wollen. Sicher kennt ihr diese Situation: Ich muss ein neues Stück unter Zeitdruck einüben und habe nur wenige Stunden oder Tage Zeit, es komplett zu beherrschen. Also: Metronom an, erst langsam, dann schneller werden, dann bis zum Zieltempo irgendwie die Passage in die Finger kriegen. Natürlich kann man auch durch eine solche Übemethodik zum Ziel kommen. Fraglich ist aber, ob man diese Passage in der Konzertsituation wirklich fehlerfrei spielen kann, ob sie auch wie gewünscht klingen wird und vor allem, ob wir als ausübende Musiker so viel Spass daran haben werden. Die von Andreas Burzik begründete Technik des Üben im Flow kennt eine andere Herangehensweise: Wir gehen spielerisch an das Material heran. Dazu gehört alles, was wir uns von spielenden Kindern abschauen können. Wir verändern das Tempo, es darf elastisch sein. Wir ignorieren Dynamikbezeichnungen und Spielanweisungen, improvisieren mit den Tönen. Wir tasten uns wie ein DJ durch das Material, spielen einzelne Sequenzen. Wichtig ist, immer mit den Techniken aus Folge 1-3 an der Musik zu arbeiten.