BLOGMax Frankl

Schmerz lass nach...

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Schmerz lass nach...

Wie toll es ist, schmerzfrei Gitarre spielen zu können, merkt man genau in dem Moment, in dem es nicht mehr so ist. Und dann ist guter Rat meistens teuer, weil der dann konsultierte Arzt sich natürlich erstmal (nur) um den Schmerz kümmert und auch schaut, ob nichts Schlimmeres kaputt ist. Ist man dann nach einigen Tagen wieder fit, geht die Sache meist von vorne los, wenn man sich nicht für die Ursachen interessiert. Oder das Problem kommt an einer anderen Stelle wieder. Die Gründe für gesundheitliche Probleme bei Musikern sind so vielfältig, dass es keinen Sinn macht, irgendwelche "goldenen" Regeln aufzustellen. Aber es gibt neben dem Besuch beim Arzt Möglichkeiten, dafür zu sorgen, dass man schmerzfrei Musik spielen und genießen kann. Das geht so: Nach der bei Arzt in diesem Fall meist gestellten Diagnose "Unspezifischer Rückenschmerz", würde ich dem Arzt signalisieren, dass ich mich aktiv darum bemühen will, dass dieses Problem kein Dauerzustand wird. Der Arzt wird kurz zusammenfassen, was er vorschlagen würde, nachdem überrascht ist, dass der Patient nicht nur Schmerzmittel essen will. Zudem wird er den Patienten zu einem Physiotherapeuten überweisen. Hier beginnt jetzt der Teil, der Willenskraft braucht. Hier signalisiere ich ebenfalls, dass ich aktiv mithelfen will und stelle die magische Frage: "Was kann/muss/soll ich ändern, damit mir so etwas nicht mehr passiert?" Und dann kann man sich während der Therapie anhören, welche Möglichkeiten es gibt und vor allem, was man selbst tun kann. Das ist eine Menge. Und dann kommt der harte Teil: Machen. Jeden Tag auf die Ernährung achten, Übungen machen, nicht mehr stundenlang vorm Fernseher liegen, raus in die Natur, Sport machen. Und wieder ohne Schmerz Gitarre spielen. Das ist es wert.