Sounds Like Dorian

Sounds Like Dorian

Ich habe am Anfang meiner E-Gitarrenstunden erste Erfahrungen mit dem Improvisieren gemacht, indem wir mit Hilfe der Pentatonik über eine einfache Blues-Form improvisiert haben. Die Pentatonik eignet sich perfekt, um erste Schritte auf diesem tollen musikalischen Feld zu erleben. Oft passiert es dann, dass man die Pentatonik intuitiv um bestimmte Töne erweitert, um den offenen und flexiblen Klang dieser Tonleiter ein wenig spezieller und farbiger zu gestalten. Diejenigen Töne, die man auf diese Art und Weise ergänzt, findet man auch in der dorischen Tonleiter. Diese Scale klingt offen und interessant, bietet aber im Gegensatz zur Pentatonik mehr Möglichkeiten, ein Solo mit ein und derselben Tonleiter ansprechend zu gestalten. Dies ist der theoretische Hintergrund, warum mein Buch mit dieser Tonleiter beginnt. Ein anderer Grund ist meine eigene Geschichte, als ich begonnen habe, Jazzgitarre zu lernen. Mein erster Lehrer war Martin Scales, der heute in der Big Band des Hessischen Rundfunks Gitarre spielt und der mich als Musiker und Lehrer sehr geprägt hat. Von ihm durfte ich in einer meiner ersten Gitarrenstunden bei ihm den dorischen Sound lernen. Wie er diesen Sound in Musik umgesetzt hat, mit Einflüssen zwischen George Benson, Karl Ratzer und John Scofield, beeindruckt mich auch heute noch tief und nachhaltig. Definitiv ein grossartiger Gitarrist und ihr solltet ihn unbedingt auschecken, falls ihr ihn noch nicht kennt.